Die Ukulele
Die Ukulele ist so etwas wie die „kleine Schwester“ der Gitarre und gehört somit auch in die Kategorie der Saiteninstrumente. Das Instrument wird wahlweise mit vier oder sechs Satien bespannt.
Geschichte
Als portugiesische Einwanderer im Jahre 1879 eintrafen, hatten sie ein kleines viersaitiges Instrument dabei. Die Cavaquinhos. Das Instrument, welches der Gitarre sehr ähnlich sah, wurde auch mit einem Plektrum gespielt. Die Einwohner von Hawaii waren von dem Instrument sehr begeistert und beschlossen, es nachzubauen. Sie stellten die Ukulelen aus Koa her. Die Saiten bestanden anfangs aus Stahl und wurden später durch Nylonsaiten ersetzt. Auf dem amerikanischen Festland wurde das Instrument im Jahre 1915 bekannt und es setzte ein regelrechter Hype ein. In Deutschland wurde die Ukulele eher durch Komödianten bekannt und gilt leider immer noch als nicht ganz ernst zunehmendes Instrument.
Aufbau
Der Aufbau der Ukulele ist sehr ähnlich wie bei der Gitarre. Das Instrument verfügt über eine Kopfplatte, wo die Stimmwirbel befestigt sind und somit auch die Satien aufgewickelt werden. Hier gibt es direkte und übersetzte Wirbel. Auf der Kopfplatte befindet sich zusätzlich der Sattel. Er dient dazu, dass die Saiten nicht auf dem Hals aufliegen. Wie bei der Gitarre befindet sich auf dem Hals das aufgeleimte Griffbrett mit den einzelnen Bundstäben. Die Ukulele verfügt aber in der Regel nur über zwölf Bünde. Mit gezieltem Drücken der Saiten auf die verschiedenen Bundstäbe werden unterschiedliche Töne erzeugt. Am anderen Ende des Instruments befindet sich der Korpus. Er dient als Resonanzkörper der Ukulele und der Klang wird über das Schalloch wiedergegeben. Auf dem Body ist für die Befestigung der Saiten der Steg aufgeleimt. Die Länge der Ukulele variiert zwischen 60 und 80 Zentimeter und weißt eine durchschnittliche Breite von 20 Zentimeter auf.
Das am meisten verbreitete Instrument ist die Sopran-Ukulele. Neben diesem Modell gibt es noch zahlreiche andere; wie die Bariton-Ukulele und die Konzert-Ukulele. Die Standard-Stimmung für das Instrument erfolgt in den Tönen g-c-e-a. Die vierte Saite ist im Gegensatz zu den anderen Saiten eine Oktave höher gestimmt. Dadurch entsteht auch der unverwechselbare Sound des Instruments.
