Regenmacher
Der Regenmacher oder auch Rainmaker ist ein Effektinstrument. Bei diesem Instrument handelt es sich um eine an beiden Seiten geschlossene Röhre, die aus Kakteen hergestellt werden. Das Rohr ist mit Kieselsteinchen oder ähnlichen Rasselkörpern gefüllt. Durch eine Art Schüttelbewegung bewegen sich die Steine im Rohr hin und her und prallen auf den verschlossenen Rohrenden auf. Dadurch entsteht ein angenehmes und gleichmäßiges Geräusch.
Aufbau
Regenmacher werden aus Kakteen hergestellt. Für die original Regenmacher werden Copado- und Quisca-Kateen verwendetet. Die Dornen werden als Sicherheitsmassnahme auf die Innenseite des Kaktusses gedrückt. Anschließend wird das Kaktusrohr mit Kies gefüllt und an beiden Enden verschlossen. Bei Massenanfertigungen wird an Stelle von einem Kaktus Bambusholz verwendet. Die Füllung kann auch aus anderen Materialien bestehen. Dadurch werden verschiedene Klangeffekte erzeugt. Ein Regenmacher hat etwa eine Länge von rund 60 Zentimeter und einen Durchmesser von fünf Zentimeter.
Herkunft
Ursprünglich stammt das Effekt-Instrument aus dem Norden von Chile. Das Instrument wurde erstmals von den Diaguitas-Indianern gebaut. Das Instrument wurde an den Regen-Zeremonien eingesetzt. Bei den Zeremonien baten die Indianer mit dem Instrument die Götter um den langersehnten Regen. In den europäischen Ländern wird das Instrument mehr wegen der beruhigenden Wirkung eingesetzt.
Spielweise
Das Instrument zu erlernen, ist nicht besonders schwierig. Das Instrument kann im Prinzip nur gedreht werden, um einen Ton zu erzeugen. Nur für kürzere Intervalle oder bei verschiedenen Rhythmen braucht man etwas Übung. Beliebt ist das Instrument vor allem bei Kindern. Aber auch diese erlernen das Instrument schnell.
Das Klangspektrum des Regenmachers ist variabel. Es reicht hin von sanften Nieselregengeräuschen bis hin zu einem stürmischen Regengewitter. Je nach dem, wie stark und schnell man den Regenmacher schüttelt.
