Die Posaune

Artikel aus der Kategorie Blasinstrumente

Jedes Blechblasinstrument ist mit Ventilen ausgestattet, mit welchen die unterschiedlichen Töne erzeugt werden. Die Posaune stellt dabei die einzige Ausnahme dar. Denn anders als bei Blechblasinstrumenten üblich, kommt die Posaune komplett ohne Ventile aus. Die Tonhöhe wird durch eine u-förmige Vorrichtung erzeugt. Dabei handelt es sich um den so genannten Zug. Bei der Zug-Posaune kann die Schallröhre stufenlos verlängert werden. Die Länge variiert somit zwischen 290 und 410 cm.
Typisch für die Posaune ist das so genannte Glissando. Dabei handelt es sich um die fließenden Übergänge zwischen den einzelnen Tönen. Und genau das ist es, was durch die stufenlose Regulierung des Zuges der Posaune, die zur Familie der Trompeteninstrumente gehört, erreicht wird. Doch diese stufenlose Regulierbarkeit ist auch dafür verantwortlich, dass die Posaune nicht so einfach zu spielen ist. Besonders Anfänger und ungeübte Spieler haben große Probleme damit, die richtigen Töne zu treffen.
Erhältlich ist die Posaune in verschiedenen Stimmlagen. So gibt es zum Beispiel die Tenor-Posaune in B. Noch höher ist die Alt-Posaune in Es, etwas tiefer hingegen ist die Bass-Posaune in B. Am tiefsten klingt die Kontrabass-Posaune in F.
Auch wenn die Posaune eigentlich ohne jegliches Ventil auskommt, so gibt es doch Bauweisen dieses Blasinstrumentes, welche über das so genannte Quart-Ventil verfügen. Dieses spezielle Ventil wird zur Änderung der Stimmung genutzt. So kann eine Tenor-Posaune zum Beispiel von B nach F verändert werden. Wird das Ventil betätigt wird eine zusätzliche Röhrenwindung geöffnet. Dadurch wird die Schallröhre weiter verlängert und der Ton erklingt eine Quarte tiefer.
Erstmals gebaut wurde die Posaune in ihrer jetzigen Form bereits im Jahre 1450. Im Burgund wurde sie zu dieser Zeit aus der damaligen Zug-Trompete weiterentwickelt. Die Bauweisen unterschieden sich zur damaligen Zeit noch sehr. Von der geschwungenen über die gerollte bis hin zur Brezelform wurde die Posaune gebaut.
Gespielt wurde sie bis ins 18. Jahrhundert hinein meist im Ensemble mit Sängern und Streichern. Natürlich war sie auch Teil eines Blasorchesters. Nur als Soloinstrument kam sie eher selten zum Einsatz. Dies hat sich jedoch bis in die heutige Zeit geändert. Heute ist die Posaune aus dem klassischen Sinfonieorchester kaum wegzudenken. Und auch im Swing und im Jazz spielt sie eine bedeutende Rolle.

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