Oboen
Oboen werden häufig im Orchester eingesetzt und sorgen bei den Musikstücken immer für den eigenen, durchdringenden Ton. Die 65 Zentimeter lange Oboe gehört zu den Holzblasinstrumenten und besitzt ein sogenanntes Doppelrohrblatt als Mundstück. Oft wird sie auch mit der verwandten Klarinette verwechselt. Doch nach näheren hinsehen oder auch hinhören erkennt man die Klangunterschiede, sowie das dünnere Mundstück bei der Oboe, worin der Bläser viel Druck aufbringen muss, um die jeweiligen Töne spielen zu können. Eine Oboe ist gewöhnlich aus Grenadil-, Buchsbaum- oder Ebenholz gefertigt und ist daher meist nur in höheren Preisklassen zu erwerben. Auch das spezielle Mundstück der Oboe, was auch kurz “Rohr” genannt wird, sind sorgfältig aus einem dafür vorgesehenen Holz gefertigt und sorgen bei einer guten Qualität erst für den ausgezeichneten Klang. Das Holzblasinstrument kann meistens Töne vom kleinen b bis zum a spielen. Diese entstehen über die Grifflöcher oder Klappen. Man findet bei diesem Instrument außerdem die zwei Varianten, die voll- oder die halbautomatische Oboe. Sie sind verschieden durch die Hebel, die bei einer vollautomatischen Oboe einen Hebel für die Oktave bei “gis” und “a” den Wechsel erleichtert. Der Vorteil bei der Halbautomatik ist allerdings, dass diese einige höhere Töne mehr erreichen können.
Die ersten Oboen wurden im 17. Jahrhundert gebaut und kamen häufig bei vielen der berühmten Komponisten sowie auch bei Bach zum Beispiel in seinen Kantaten und Passionen vor. Der Klang des beliebten Soloinstruments wird auch der menschlichen Stimme am ähnlichsten zugeordnet.
So wurden sie bei Orchesterauftritte oft als Begleitmusik eingesetzt und verdeutlichten menschliche Empfindungen.
In der Barockzeit waren Giuseppe Samartini und Nicolas Chédeville bedeutende Oboisten und Komponisten für das Instrument. Mittlerweile ist die Oboe in Orchestern nicht mehr wegzudenken.Aber auch in anderen Musikstilen wie die Kammermusik findet sie ihren Platz. In der Regel wird sie meistens in romantischen, lyrischen Stücken eingesetzt, aber auch bei schnellen Teilen wie das Staccato hört sie sich wunderbar an.
