E-Drums
Die Alternative zum konventionellen Schlagzeug ist das elektronische Schlagzeug (E-Drum). Das E-Drum wird genau gleich mit Händen und Füssen gespielt wie das normale Schlagzeug. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass die Tonerzeugung des E-Drums digital erfolgt. Zu diesem Zweck werden alle Komponenten elektronisch miteinander verbundnen und durch Trigger aufgenommen.
Die Entstehungsgeschichte des E-Drums
Während bei anderen Instrumenten wie Gitarre oder Klavier schon lange die Möglichkeit bestand, elektronisch mit ihrem Instrument zu musizieren, mussten sich Schlagzeuger noch lange gedulden. Die erste Band, welche Versuche mit der digitalen Perkussionen machte, war die Band Kraftwerk. Das simple Verfahren hatte allerdings nicht viel gemeinsam mit den heutigen E-Drums.
Mit dem Synthesizer-Boom in den 80er Jahren beschlossen einige Firmen, das Schlagzeug zu digitalisieren. Allerdings musste jeder Komponent des Schlagzeuges mit einem Mikrofon abgenommen werden, was natürlich zu unerwünschten Nebeneffekten führte. Schnell wurde aber mit Trigger experimentiert, welches immer noch die Grundalge für das E-Drum heute bildet. Seit den 80er Jahren ist das E-Drum inzwischen ein fester Bestandteil der Musikinstrumente.
Das Verfahren zum Aufnehmen des E-Drums heute ist höchster Computer-Hightech. Dem elektronischen Schlagzeug können somit Töne beigefügt werden, dass es annähernd wie ein normales Schlagzeug klingt.
E-Drums versus Akustik-Schlagzeug
Das E-Drum kann nie so einen natürlichen Ton erzeugen wie das normale Schlagzeug. Daher lehnen viele Musiker das Spielen auf dem E-Drum konsequent ab. Dennoch gibt es einige Vorteile gegenüber dem normalen Schlagzeug. Aber natürlich auch Nachteile.
Vorteile von E-Drums
- Leichter Transport
- Leichte Aufnahme
- Variable Klänge
- Reproduzierbarkeit
- Regelbarke Lautstärke
Nachteile
- Preis
- Optik
- Klangcharakteristik
- Dynamik
Ob und wie stark man das E-Drum zukünftig in der Musikbranche nutzen wird, kann sich nicht genau abschätzen lassen, da dies viele Einflussfaktoren bestimmen. Fans der elektronischen Musik werden diese Variante der Rhythmuserzeugnis wohl eher mehr nutzen als ein Schlagzeuger einer Rockband.
Gerne werden für E-Drums die sogenannten Mesh Head Felle eingesetzt.
Diese speziellen Trommelfelle können sowohl auf eine Akustisches Trommel als auch auf die meisten handelsübliche Pads aufgezogen werden.
Die wichtigsten Vorteile an diesen Trigger-Fellen ist das Leise Spielen beim Üben oder auch die geringen Nebengeräusche im Studio.
Ein weiteres, positives Merkmal ist das sehr gute Spielgefühl, denn die Felle können nach Wunsch gestimmt werden. Somit kann also der Rückprall individuell beeinflusst werden.
Wie auch die normalen Felle besteht das Mesh-Fell aus einem Alu-Rahmen aber das Fell selbst ist nicht aus Kunststoff sondern einem Netz aus Metall, ähnlich wie bei einem Moskitonetz.
Die im Handel in den Größen 6“ bis 24“ erhältlichen Felle gibt es in weiss oder schwarz und zählen wegen ihrer sehr hohe Dynamikauflösung und besten Trigger-Signalverarbeitung zu einem Hight-Tech-Zubehör. Wer mehr darüber erfahren will kann auf den Seiten beim Musikservice stöbern.

