E-Bass
Der E-Bass stammt aus der Kategorie der Saiteninstrumente. Gleich wie bei der E-Gitarre werden die Saitenschwingungen durch Tonabnehmer in elektrische Signale umgewandelt und mit Hilfe eines Bassverstärkers über Lautsprecher wiedergegeben.
Aufbau des Instruments
Der E-Bass besteht, wie die elektrische und akustische Gitarre, aus den drei Hauptbauteilen dem Kopf, dem Hals und dem Korpus.
Auf der Kopfplatte sind beim 4-saitigen E-Bass vier Stimmwirbel montiert. Hier werden die einzelnen Saiten aufgespannt und durch Veränderung der Spannung der Saite wird das Instrument gestimmt. Diese werden über den Sattel gespannt, damit diese nicht auf den Bundstäben aufliegen.
Der Hals ist beim E-Bass durch eine Fräsung in den Korpus eingesetzt und wird zusätzlich verschraubt. Bei einigen Modellen wird der Hals seitlich an den Korpusflügel angeleimt. Dies hat der Vorteil, dass ein fließender Übergang zwischen Korpus und Hals besteht und die Saitenschwingen länger ausklingen. Der Hals besteht wie bei der Gitarre aus Holz. Auf dem Hals ist das Griffbrett aufgeleimt, welches in der Regel 20 oder 22 Bünde hat. Mit jedem einzelnen Bund wird ein Halbton erzeugt.
Da beim E-Bass der Korpus nicht als Resonanzkörper dient, besteht dieser aus Massivholz. Die Töne werden elektrisch über die auf dem Korpus eingebauten Tonabnehmer erzeugt. Diese Technik erlaubt es, E-Bässe in allen Korpusformen zu bauen. Im Korpus eingebaut ist noch die ganze Elektronik wie Tonabnehmer und Regler. Um die Saiten zu befestigen, ist hinter den Tonabnehmer der Steg montiert.
Stimmen und Spieltechnik
Ein normales Modell eines E-Basse hat vier Saiten die auf die Töne E-A-D-G gestimmt werden. Alle Töne werden eine Oktave tiefer als bei der E-Gitarre gestimmt. Weit verbreitet sind auch fünf-, sechs- und siebensaitige E-Bässe. Diese sind vor allem in der Szene der härteren Rockmusik anzutreffen. Einzelne Modelle haben auch zwölf Saiten. Um die gewünschten Töne auf dem Bass zu erzeugen, werden die richtigen Bünde auf dem Griffbrett gedrückt. Je kürzer der Saitenabstand wird, desto höher der Ton.
Der E-Bass wird grundsätzlich mit der Zupftechnik gespielt. Hier schlägt man auf dem Korpus die entsprechenden Saiten mit den Fingern an. Alternativ kann wie bei der E-Gitarre der Bass auch mit einem Plektrum gestrichen werden. Eine etwas schwierigere Technik zu spielen ist die Slap-Technik. Hier wird der Ton durch das Schlagen mit dem Daumen und das Reißen mit den Fingern erzeugt. Die wohl bekannteste Band, welche diese Technik vertritt, sind die Red Hot Chili Peppers.
