Didgeridoo
Das Didgeridoo gehört in die Kategorie der Blasinstrumente, genauer gesagt stammt es aus der Familie der Aerophone. Mit dem Didgeridoo wird sofort Australien in Verbindung gebracht. Dies natürlich zu recht. Denn das Instrument stammt aus Nordaustralien und ist bei den Aborigines ein traditionelles Blasinstrument.
Aufbau des Didgeridoo
Das Didgeridoo besteht aus Holz und wird aus dem Eukalyptusstamm, der von Termiten ausgehöhlt wurde, hergestellt. Es gibt aber auch Exemplare die aus Pandanusholz oder aus Baumbus bestehen. Die Länge des Instruments variiert zwischen 1.20 und 2.50 Meter. Zum Schutz der Lippen wird auf einer Seite des Instrumentes ein Wachsring aufgezogen. Dieser Teil des Instrumentes wird als Mundstück bezeichnet. Die Länge und die Form des Didgeridoo sind maßgebend für den Ton des Instruments. Denn die schwingende Luftsäule bestimmt den eigentlichen Ton des Instrumentes. Der Ton des Digderidoos ist einzigartig. Er besteht aus Rhythmus- und Klangelementen. Es wird ein leicht variierender Grundton mit überblasenen Tönen erzeugt.
Didgeridoo spielen – Spieltechnik
Um das Didgeridoo zu beherrschen, brauch es einiges an Übung. Dies liegt an der einzigartigen Spieltechnik. Die Lippen werden während dem Spiel immer leicht bewegt. Das Instrument muss aber dennoch sehr sanft geblasen werden. Durch die spezielle Zirkulationsatmung (fortlaufende Atmung durch Mund und Nase) ist es möglich, das Instrument ohne Unterbruch zu spielen. In Kombination mit gezielten Schlägen auf das Rohr entsteht ein unterhaltsames Zusammenspiel zwischen Klang und Rhythmus. Um den Ton des Didgeridoos zu ändern gibt es verschiedene Varianten: Durch die Bewegung des Kehlkopfes und die Verengung des Mundraumes kann der Ton gezielt verändert werden. Auch mit verschiednen Artikulationen der Zunge und mit dem Einsatz der Stimme kann die Veränderung des Klanges erzeugt werden.
Einsatzgebiet
Das Didgeridoo wird seit langen nicht nur mehr in Australien gespielt. Inzwischen hat das Blasinstrument die ganze Welt erobert. Es wird auch in verschiedenen Musikstilen eingesetzt. Während es früher vor allem zu rituellen Zwecken eingesetzt wurde, findet es heute auch Verwendung in der New-Age-Musik und sogar in der Rockmusik.
